#49 30 Days of Books: Tag 4.
Jun. 6th, 2012 03:05 am30 Days of Books
Day 4: Book that makes you cry
Day 5: Book you wish you could live in
Day 6: Favorite young adult book
Day 7: Book that you can quote/recite
Day 8: Book that scares you
Day 9: Book that makes you sick
Day 10: Book that changed your life
Day 11: Book from your favorite author
Day 12: Book that is most like your life
Day 13: Book whose main character is most like you
Day 14: Book whose main character you want to marry
Day 15: First “chapter book” you can remember reading as a child
Day 16: Longest book you’ve read
Day 17: Shortest book you’ve read
Day 18: Book you’re most embarrassed to say you like
Day 19: Book that turned you on
Day 20: Book you’ve read the most number of times
Day 21: Favorite picture book from childhood
Day 22: Book you plan to read next
Day 23: Book you tell people you’ve read, but haven’t (or haven’t actually finished)
Day 24: Book that contains your favorite scene
Day 25: Favorite book you read in school
Day 26: Favorite nonfiction book
Day 27: Favorite fiction book
Day 28: Last book you read
Day 29: Book you’re currently reading
Day 30: Favorite coffee table book
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Tag 4 - Ein Buch, was mich zum Weinen bringt.

Halina Poswiatowskas "Erzählung für einen Freund" berichtet berichtet von dem kurzen, von Krankheit und den damit verbundenen Problemen und Konflikten gezeichneten Leben der autobiografischen Erzählfigur auf ihrer Reise von Warschau in die USA, von ihren Sehnsüchten und Wünschen nach einem normalen Leben, dem Wunsch durch die Sprache Ausdruckswaffen ihrer Emotionen und Gedanken zu finden. Kleine Erfolge - das beginnende Studium, Bekanntschaften - werden stets überschattet von gesundheitlichen Rückschlägen und der Gewissheit der Protagonistin: sie wird kein langes, allzu intensives Leben führen (können).
Teilweise - zugegebenermaßen - pathetisch, dennoch voller stilistisch-schöner Sätze, Details, kurzer Reflektionen, die das Buch zu einem sehr intensiven Leseerlebnis machen. Ein - zudem - ausgesprochen ehrliches Buch, nicht zuletzt sind die Gefühle der Protagonistin (z.B. "[…] dauernd blieb etwas übrig, das ich nie mehr erfahren, Bücher, die ich nicht lesen würde – fette Schinken vermehren sich ebenso schnell wie Menschen - , Worte, die ich nie würde verstehen können.") für den Leser hautnah spürbar.
Die Trauer und Melancholie auf der einen, aber unbändige Lebensfreude, die Suche nach Motivationen und Zielen im Leben auf der anderen Seite sind ab und an auch für den geneigten, eher emotional-kühlen Leser zuviel.