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2012-10-31 03:05 am

#105 A scary All Hallow's Eve for Everyone.


Was tue ich am Tag bzw. Abend, an dem die Geister aus ihren Gräbern steigen, Dracula ein Stelldichein mit Edward Cullen hat, Dinge auf einer Türschwelle liegen und Herzen wieder anfangen unter den Dielenbalken zu schlagen? 
Die Antwort leider langweilig: Arbeiten. Vielleicht bleibt zu später Stunde noch ein wenig Zeit für eine Kurzgeschichte von Edgar Allen Poe (So etwas wie "Morella", "William Wilson" oder "Premature Burial") oder H. P. Lovecraft ("Pickman's Model" vielleicht? Oder doch das "Ding auf der Schwelle" oder "Der Ruf des Cthulhu"?) oder vielleicht etwas Klassisches wie "The Legend of Sleepy Hollow" von Washinton Irving?
Vielleicht sollte ich die mir gegebene Zeit nicht lesend verbringen, sondern einen Film betrachtend? Oder eine Serie? Vielleicht ein paar "Supernatural"-Episoden, an die ich mich positiv erinnern kann, ausgraben oder doch "The Twilight Zone"?
Leider bleibt mir wenig Zeit für große Projekte oder lange Lesestunden... Was ich sehr bedauere.

Lasst euch dennoch ordentlich gruseln und denkt dran, auch Samhain zu begehen (In der Nacht vom 31. zum 1.11.) - oder, so jemand katholisch aufgewachsen ist, am 2.11. eine Kerze für die Menschen anzuzünden, die nur mehr einen Platz in eurem Herzen, aber leider nicht mehr auf dieser Erde haben.
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2012-10-04 10:06 am

#95 "Invisible Monsters", oder: Quotehunting Extreme!


© eatourownyoung


Ca. 2 1/2 Monate habe ich mit diesem Roman verbracht. 2 1/2 Monate lang habe ich - nach einer längeren buchfreien Periode - mit Shannon McFarland alias Daisy St. Patience alias Bubba-Joan alias..., Brandy Alexander alias Queen Supreme und Seth alias Alfa Romeo alias...  verbracht. Ein Roadtrip quer durch die USA - von Phoenix nach Boston, von Texas nach New York, von New York nach Los Angeles. Auf der Suche nach... Was eigentlich? Shannon ist auf der Flucht, Seth wurde erpresst, die Queen Supreme ist auf der Suche. Die Intentionen und Motive der Figuren werden nie deutlich, die Leitgedanken und Impulse werden nur rudimentär erklärt. Das Geheimnissvolle, das Mysteriöse trägt den Plot und macht die Geschichte nicht nur spannend, die Figuren und ihre Charakteristik faszinieren mich als Leser sehr stark. Die Unklarheit, das Spiel mit sexueller, sozialer und emotionaler Identität, Macht, Kontrolle und Gewalt, Rollen und Masken sind in Palahniuks zweit geschriebenen Roman nur wenige von vielen Themen (Es seien noch: Schönheitsideale, Transgender, seuxelles Erwachen und das Model-Business erwähnt.), die vielschichtig und moralfrei behandelt werden und als roter Faden in dem "in media res" -strukturierten Roman  verwendet werden. 

Warum 2 1/2 Monate? Ab März dieses Jahres hatte ich ein "Buchtief", ein "Kreatief". Kein Text wusste mich zu begeistern, Sätze und Buchstaben schläferten mich ein, abstrakte Theorien stießen mich ab. Egal, welchen Roman, welches Gedicht, welche Kurzgeschichte ich begann zu lesen - und mit welchem Enthusiasmus und welcher Freude ich mich darauf gestürzt habe - am Ende legte ich das Buch beiseite oder schloss das Dokument und wendete mich trivialeren Vergnügen zu. Ich war einfach emotional nicht im Einklang mit mir selbst, gestresst, hatte zudem strukturelle Probleme (Achtung... First World Problems...) und Konzentrationsschwierigkeiten aufgrund der Tatsache, dass ich es schlichtweg nicht gewohnt war zu arbeiten. Dieses "aufstehen, essen, fertig machen, arbeiten" war für eine Studentin wie mich ein schwieriges Konzept (Von der Arbeit im Praktikum abgesehen, aber das war etwas anderes, weil: Für mich gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen "aufstehen, weil ich eine frewillige Arbeit mache, die mir Spaß macht" und "aufstehen, weil ich eine Arbeit mache, die ich machen muss, damit ich meine Miete bezahlen kann."), zumal das Arbeitsumfeld wenig inspirierend ist, die Themen, die besprochen werden, oberflächlich und lächerlich ("Wer macht was mit wem?") sind. 
Nur langsam fand ich einen Leserhythmus wieder - und ich fand wieder einen mit "Invisible Monsters". Warum dieses Buch? Ich kann nur vermuten: Die Figuren, die in unterschiedlichen Identitäten arbeiten und leben, die Erzählerin, der man - aufgrund ihres Identitätsspiels nicht glauben kann und ihre gesamte Erzählhaltung - hinterfragt, der Plot, der von Ende beginnend, erzählt wird, machen ein konzentriertes Lesen unabdingbar. Zudem, und das ist das Besondere an diesem Buch, die Stilistik ist "einfach" und "hemdsärmelig" (Dazu Wikipedia: "In what the author refers to as a minimalistic approach, his writings include a limited vocabulary and short sentences to mimic the way that an average person telling a story would speak. In an interview, he said that he "'prefers to write in verbs instead of adjectives.'"), aber die Ideen, Konzepte und im speziellen die Aussagen und Monologe der Protagonisten sind interessant und regen zum Nachdenken an. Ein Beispiel zu nennen, fällt sehr sehr schwer. Und daher hatte ich folgendes vor: Nachdem jedes Highlight, jede Markierung von mir peinlich genau dokumentiert und abgetippt wird, werde ich dieses Posting - anstatt eines Word-Dokumentes, wie sonst üblich - dafür nutzen, die schönsten, interessansten, widersprüchlichsten, schön-schrecklichsten Stellen festzuhalten, die "Invisible Monsters" alias "Fratze" (Auf Deutsch habe ich es gelesen... "leider", wie ich bei der Ansicht der englischen Orginalzitate feststellen musste. Die Übersetzung ist nicht schlecht, man möge mich nicht falsch verstehen, aber im Englischen haben sie einen gewissen Zauber und scheinen mir tiefer zu gehen...) zu bieten hat.

The only way to find true happiness is to risk being completely cut open... )
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2012-09-30 02:55 am

#94 30 Days of Books: Tag 7.

Ein bearbeiteter Beitrag vom Dezember 2011...

30 Days of Books

Day 1: Favorite book

Day 2: Least favorite book
Day 3: Book that makes you laugh out loud
Day 4: Book that makes you cry
Day 5: Book you wish you could live in
Day 6: Favorite young adult book
Day 7: Book that you can quote/recite
Day 8: Book that scares you
Day 9: Book that makes you sick
Day 10: Book that changed your life
Day 11: Book from your favorite author
Day 12: Book that is most like your life
Day 13: Book whose main character is most like you
Day 14: Book whose main character you want to marry
Day 15: First “chapter book” you can remember reading as a child
Day 16: Longest book you’ve read
Day 17: Shortest book you’ve read
Day 18: Book you’re most embarrassed to say you like
Day 19: Book that turned you on
Day 20: Book you’ve read the most number of times
Day 21: Favorite picture book from childhood
Day 22: Book you plan to read next
Day 23: Book you tell people you’ve read, but haven’t (or haven’t actually finished)
Day 24: Book that contains your favorite scene
Day 25: Favorite book you read in school
Day 26: Favorite nonfiction book
Day 27: Favorite fiction book
Day 28: Last book you read
Day 29: Book you’re currently reading
Day 30: Favorite coffee table book

~*~*~*~
Tag 6 - Ein Buch, das/aus dem du zitieren kannst.



Diese Frage erweist sich schwieriger, als erwartet, nachdem ich die Angewohnheit besitze Textstellen, die mir interessant, im Sinne eines Diskurses diskutabel oder einfach nur stilistisch schön erscheinen, markiere und abschreibe bzw. abtippe. Demnach wäre die Antwort eher: Aus welchem Buch, das ich gelesen habe, könnte ich nicht zitieren? 
 Vielleicht, um ein oder zwei markante Beispiele zu wählen - aus Nicole Krauss' Roman "Die Geschichte der Liebe" häufiger zitiert: "Wann wirst du begreifen, dass es nicht für alles Wörter gibt?" oder "Ich bekam jede Tür in der ganzen Stadt auf. Nur mir selbst konnte ich gar nichts erschließen." bzw. aus J.D.Salingers (in der Übersetzung von Heinrich Böll) "Hebt den Dachbalken hoch, Zimmerleute; oder: Seymour wird vorgestellt." erwähne ich immer wieder gerne die Widmung: "Wenn es noch einen Amateur-Leser auf der Welt gibt – oder irgend jemanden, der einfach nur liest, um zu lesen - , so bitte ich ihn oder sie mit unaussprechlicher Zuneigung und Dankbarkeit, sich in die Widmung dieses Buches mit meiner Frau und meinen zwei Kindern zu teilen."

Ich sammle Zitate. Liebevoll als "Quotehunting" bezeichnet, habe ich ein Tumblr-Blog eingerichtet für die Archivierung, Sammlung und Sortierung von Aussagen, Sätzen und Versen (Nicht nur dafür, allerdings macht es mindestens 60-70% meiner Postings aus.) aus Gedichten, Novellen, Romanen, Kurzgeschichten usw. Bücher, die ich gelesen habe bzw. bei einem großen Teil der Beispiele nicht gelesen habe, die mich allerdings dazu inspirieren sie zu kaufen und dann zu lesen. Hier seien ein paar (...hundert...) Zitate vermerkt, die mir besonders gefallen haben:
 
  • "People always think they know other people, but they don’t. Not really. I mean, maybe they know things about them, like they won’t eat doughnuts or they like action movies or whatever. But they don’t know what their friends do in their rooms alone at night or what happened to them when they were kids or if they feel fucked up and sad for not reason at all." (Libba Bray, Going Bovine)
  • "I want to know you. You seem like someone worth knowing. Every day I feel like I’m surrounded by people with hard edges and sour faces but I get the sense that you’re different. Too often people seem to think that they have the answers to everything. Their faces are trapped in permascowls and they can’t be bothered with anything besides their own narcissism. You aren’t like that. You still ask questions. You’re still looking for the answers." (Ryan O’Connell, I Want to Know You)
  • "You know someone’s right for you when the things they don’t have to say are even more important than the things they do." (Jodi Picoult, Sing You Home)
  • "All the hardest, coldest people you meet were once as soft as water. And that’s the tragedy of living." (Iain Thomas, I Wrote This for You)
  • "Man is least himself when he talks in his own person. Give him a mask and he will tell you the truth." (Oscar Wilde)
  • "Ich bekenne, ich brauche Geschichten, um die Welt zu verstehen." (Siegfried Lenz, Die Erzählungen)
  • "Ich glaube an die Literatur, sonst hätte ich mein Leben verfehlt." (Michael Köhlmeier, Idylle mit ertrinkendem Hund)
  • “Bücher sind kein Zeitvertreib. Sie handeln von anderen Leben. Anderen Welten. Man will sich ganz und gar nicht die Zeit vertreiben, [...], man wünscht sich im Gegenteil mehr davon.”
  • "Kann es eine größere Freude geben", vertraute sie ihrem Tischnachbarn an,
    dem kanadischen Außenhandelsminister, "als auf eine Autorin zu stoßen, die einem gefällt, und dann herauszufinden, dass sie nicht bloß ein oder zwei Bücher, sondern mindestens ein Dutzend geschrieben hat?"
    (Beides aus: Alan Bennett; Die souveräne Leserin) 
  • "It’s never been a perfect world. It’s never going to be. It’s going to be hard and scary, and if you’re lucky, wonderful and awe-inspiring. But you have to push through the bad parts to get to the good." (Carrie Ryan, The Dead-Tossed Waves)
  • "If we were all on trial for our thoughts, we would all be hanged." (Margaret Atwood, Alias Grace)
  • "We all suffer alone in the real world. True empathy’s impossible. But if a piece of fiction can allow us imaginatively to identify with a character’s pain, we might then also more easily conceive of others identifying with their own. This is nourishing, redemptive; we become less alone inside. It might just be that simple." (David Foster Wallace)
  • "She longed to return to that dream land, that unreal but fascinating place; where one moved about without haste or anxiety, for there was no future to worry about." (Virginia Woolf, To The Lighthouse)
  • "Life is getting crowed out altogether. But life hasn’t been very pleasant these days. Life allowed to waste like a tap left running. Still I think if I were a painter I should only need a brush dipped in dun colour to give the tone of those days." (Virginia Woolf)
  • "Is the true self this which stands on the pavement in January, or that which bends over the balcony in June? Am I here, or am I there? Or is the true self neither this nor that, neither here nor there, but something so varied and wandering that it is only when we give the rein to its wishes and let it take its way unimpeded that we are indeed ourselves?" (Virginia Woolf, Street Haunting: A London Adventure)
  • "Ich nahm das Buch und ließ die Seiten langsam an meinen Augen vorüberfächern. Wörter, weitläufig vertraut, aber schief und verdreht, wie Gesichter in einem Zerrspiegel, flogen vorüber und hinterließen auf der glasigen Oberfläche meines Hirns keinen Eindruck. […] Die Buchstaben bekamen Widerhaken und Widderhörner. Ich sah zu, wie sie auseinanderliefen, wie sie auf alberne Weise auf- und abwärtswackelten. Dann verbünden sie sich zu phantastischen, unübersetzbaren Gebilden, wie Arabisch oder Chinesisch." (Sylvia Plath, Die Glasglocke)
  • "I am so busy keeping my head above water that I scarcely know who I am, much less who anyone else is." (Sylvia Plath)
Ein letztes noch... 

  • "People who have only good experiences aren’t very interesting. They may be content, and happy after a fashion, but they aren’t very deep. It may seem a misfortune now, and it makes things difficult, but well—it’s easy to feel all the happy, simple stuff. Not that happiness is necessarily simple. But I don’t think you’re going to have a life like that, and I think you’ll be the better for it. The difficult thing is to not be overwhelmed by the bad patches. You must not let them defeat you. You must see them as a gift—a cruel gift, but a gift nonetheless." (Peter Cameron, Someday This Pain Will Be Useful to You)
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2012-09-20 03:03 am
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#90 30 Days of Books: Tag 6.

Ich weiß, lang lang ist's her... 

30 Days of Books

Day 1: Favorite book

Day 2: Least favorite book
Day 3: Book that makes you laugh out loud
Day 4: Book that makes you cry
Day 5: Book you wish you could live in
Day 6: Favorite young adult book
Day 7: Book that you can quote/recite
Day 8: Book that scares you
Day 9: Book that makes you sick
Day 10: Book that changed your life
Day 11: Book from your favorite author
Day 12: Book that is most like your life
Day 13: Book whose main character is most like you
Day 14: Book whose main character you want to marry
Day 15: First “chapter book” you can remember reading as a child
Day 16: Longest book you’ve read
Day 17: Shortest book you’ve read
Day 18: Book you’re most embarrassed to say you like
Day 19: Book that turned you on
Day 20: Book you’ve read the most number of times
Day 21: Favorite picture book from childhood
Day 22: Book you plan to read next
Day 23: Book you tell people you’ve read, but haven’t (or haven’t actually finished)
Day 24: Book that contains your favorite scene
Day 25: Favorite book you read in school
Day 26: Favorite nonfiction book
Day 27: Favorite fiction book
Day 28: Last book you read
Day 29: Book you’re currently reading
Day 30: Favorite coffee table book

~*~*~*~
Tag 6 - Lieblingsbuch für Junge Erwachsene/Lieblings-Jugendbuch

     
 "Der Tod und das Mädchen", nicht nur in der Kunst der Renaissance ein bekanntes Totentanz-Motiv, auch im Zusaks' Roman "The Book Thief" spielt die Liebe des Todes zu Liesel, die ihre Liebe zum geschriebenen Wort, zur Literatur entdeckt, noch bevor sie lesen kann, eine große Rolle. Sie taucht ein in die Welt der Buchstaben, der Silben und Töne mithilfe gestohlener Bücher, lernt Lesen durch ihren liebevollen Adoptivvater und vieles mehr - Sie teilt, erzählt Geschichten (Worum es geht? "It’s a small story really, about, among other things: A girl. Some words. An accordionist. Some fanatical Germans. A Jewish fist fighter. And quite a lot of thievery."), lässt ihrer Imagination freien Lauf, während sie die Buchstaben nur mühsam zusammensetzt in einer Zeit, in der Worte zu Waffen und Propaganda geworden sind und Literatur als moralischer, denn unterhaltender Leitfaden missbraucht wird. Markus Zusaks dazu in einem Interview: "So in a way, she's stealing the words back, and she's rewriting her own beautiful story through this ugly world that surrounds her. [...] Yes, she's in the basement writing her own story about living in this time and the people she has loved and the things she's done that have been beautiful, the things she's done that are awful, and that's really what saves her in the end, the fact that she's started writing and she has a love of that, and the idea that she has the power to rewrite her own story through all of this." 
Nicht nur die Perspektive - aus der Sicht des Todes auf die Menschen, insbesondere auf das Schicksal von Liesel - machen dieses Buch so besonders; auch der zeitliche Rahmen wird spannend, nicht aufdringlich aufbereitet. Ein nicht-politisches, sondern sehr menschliches und poetisches Buch. Inwiefern poetisch? Nicht zuletzt solche kurzen collagenartigen Einwürfe machen das Lesen zu einem emotionalen Erlebnis: "A DEFINITION NOT FOUND IN THE DICTIONARY. Not leaving: an act of trust and love, often deciphered by children." als Bsp. 

Lieblingszitat: “The injury of words. Yes, the brutality of words.”
      
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2012-07-03 02:49 am

#65 Music-Meme: Materials - Parody on Dance-/Club-Hit-Music.

Ein Großteil der Dance-Club-Music verschließt sich meinem Interesse - Die gleichen Akkorde, die rein in elektronischer, Synthesizer-Abmischung produzierte Melodie, die Inhalte und das sprachliche Repertoire (Bzw. die Thematik - Warum muss ich in einem Club  die Damen und Herren zum Tanzen auffordern? Sind sie dafür nicht sogar gekommen? Bzw. Songs über das Balzverhalten der meisten, eher männlichen Sänger erweisen sich schnell als eintönige Aufforderungen zur körperlich-wenig züchtig ausgelebten "Liebe", die mir wenig mit Leidenschaft und Erotik, als mit doch sehr jugendlichen-schnellen Sexvorstellungen zu tun haben, aber gut, wer dieses bevorzugt...) wissen mich einfach nicht zu begeistern.
Zwei Norweger hatten wohl ähnliche Gefühle bzw. Gedanken und haben diese in einer Parodie verarbeitet:



Auffälligkeit? Es ist sehr schwer, den Song als Parodie, nicht als "echten", authentischen Club-Song zu begreifen - Im ersten Moment. Warum? "Yeah, let me see them asses on the floor / This one's coming at your b-style, brovis / Ahhh / East-coast-party-style / Bitches going crazy /..." - Grammatische Seltsamkeiten, Frauen als "Bitches", Abkürzungen und vor allem, Inhalt des Songs wird durch die eingängig-eintönige Melodie nebensächlich bis vergessenswert - klingt auch nach etwas, was Pitbull oder Usher oder David Guetta hätte schreiben oder produzieren können... leider.
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2012-07-03 02:27 am

#64 Music-Meme 1/?: Songs, oder: was macht einen guten Song für mich aus.


Music (by KitKat22491)

"I prefer songs over genres."

Ich höre, finde bzw. suche Musik nur mehr selten über Genrebezeichnungen und -kategorisierungen. Sie sagen mir meistens nichts,  Interpreten und Gruppen zuzuordnen, Abgrenzungen zwischen den einzelnen Stilrichtungen zu treffen, ist eine schwierige Angelegenheit und keine ungefährliche - Man versuche einmal jemandem, der sich für Imogen Heap interessiert, zu vermitteln, dass sie von einigen auch in das (Dream-)Pop-Genre gezählt oder aber Avril Lavinge in das Singer&Songwriter-Genre, von der Wikipedia, die bekanntlich alles weiß, eingeordnet wird.
Die persönlichen Assoziationen, die Menschen mit Begriffen wie "Pop" (Britney Spears? Boybands? "Das, was alle im Radio hören?") oder "Singer&Songwriter" (Joan Baez? Bob Dylan? Flower Power und Hippies?) verbinden und die persönlichen Vorurteile untereinander (Punk - "Menschen, die gegen ihre Eltern rebellieren und ungepflegt, schreiend durch die Straßen laufen und ihre Instrumente zerstören!") bzw. Reduzierungen und Generalisierungen (Hip Hop - "Wo ist das Goldkettchen und die Knarre?") stellen für den geneigten Hörer ein Problem da, wenn er sich genrespezifisch orientieren möchte. Nicht so für mich.

Wenn ich einen Song höre, sind die ersten Gedanken: Ist der Song hörbar? Melodisch? Rhythmisch? Verführt er mich ihn wiederzuhören? Sind die Töne sanft, schräg, falsch? Ist die Instrumentalisierung angenehm für mein Gehör? Ist das Lied catchy, leicht bekömmlich? Kann ich diese Fragen mit Interesse beantworten - , weil ich intensiv zuhöre und den Song auch als diesen wahrnehme und nicht nur als Albumbestandteil und/oder Hintergrundmelodie - beschäftige ich mich mit der Stimme bzw. der Instrumentalisierung (Kann der/die Sänger/in "singen"? Trifft er/sie die Töne? Welchen Stil bevorzugt der Interpret - Rauchig? Glatt? Voller Ecken und Kanten? Enthält die Stimme Höhe (Sopran? Falsetto?) oder Tiefe (Bariton? Bass?)? bzw.: Welche Instrumente werden benutzt - Klavier (Eines meiner Favoriten.), Gitarren, eine ganze Orchesterbandbreite? Und wichtiger: WIE werden sie benutzt - Gezupft? Geschlagen? Lässt er oder sie die Violine "kreischen" als Bsp.?
Die Stimme ist - nach den Lyrics, s.u. - eines der wichtigsten Songbestandteile für mich. Ich tendiere zu Frauenstimmen im Sopran bzw. Alt, bei männlichen Stimmen zu Bass bzw. Bariton. Am Rande sei erwähnt: die häufige Verwendung des Falsettos (Von Matthew Bellamy, Leadsänger der Band Muse, bis Thomas Yorke, Leadsänger der Band Radiohead) hat bei mir zu Langeweile-Erscheinungen geführt und nicht nur das: Die Töne klingen eher falsch transponiert, "über das eigene Vokalregister hinaus gesungen", "zu hoch" oder aber nur "schief, falsch gesungen" bis "quietschig, kratzig". Nicht jeder sollte das Falsetto verwenden (oder aber immer verwenden, lieber Herr Yorke.), nicht jeder Song eignet sich für diese Art des Stimmregisters und nicht jeder Interpret hat das nötige Talent oder die stimmliche Kraft für einen drei-minütigen Gesang dieser Form. Gott sei Dank.

Was auch noch erwähnt sei: Wenn ich den Song an sich anhöre, ist die Produktion nicht unwichtig. Hört man die Instrumente klar? Ist die Stimme im Vorder- oder Hintergrund? Habe ich das Gefühl einer Studioaufnahme - Der Gesang wurde geglättet, schiefe Töne herausgeschnitten? Oder den Gedanken, ich stehe in der ersten Reihe eines Livekonzertes und höre den oder die Sänger/in wahrhaftig singen? (Nicht immer stellt sich diese Frage bzw. möchte ich sie mir nicht immer stellen. Nach Rihannas Live Earth-Auftritt 2007 oder Lana del Reys Auftritt bei Saturday Night Live [1] ist klar, dass nicht nur das Pop-Genre getragen ist von Auto-Tune und Pitch-Shifting.)

The trouble with life is: There's no background-music...

Einer der für mich wichtigsten Teile neben dem Gesang sind die Lyrics. Erreichen sie mich emotional? Welches Gefühl bzw. Thema beschreiben sie? Traurigkeit? Aggression? Hass? Liebe? Kann ich mich in diese Emotionen reinversetzen? Sind die Metaphern treffend, ist die Geschichte des Songs ansprechend? Ist das lyrische Ich mit Identifikationspotential ausgestattet? Passen die Lyrics zur Melodie oder gibt es eine "Lyrical Dissonance", und wenn ja, ist sie, wie bei David Bowie[2] z.B. beabsichtigt? Beschreiben die Lyrics ein Gefühl, welches ich kenne oder teile? Empfinde ich das lyrische Ich als ansprechend, die Beschreibungen "nachvollziehbar" oder aber lehne ich ihn ab, ist mir seine Art der Deskription zu fremd, zu unwahrscheinlich, unrealistisch oder abstoßend. Abstoßend nicht im Sinne des Themas - Florence Welchs' Song "Kiss with a Fist" ist über die - wenn auch in den Versen physisch ausgedrückte - eher zerstörerische Kraft einer Beziehung ("My black eye casts no shadow / Your red eye sees nothing / Your slaps don't stick / Your kicks don't hit / So we remain the same / Love sticks / Sweat drips / Break the lock if it don't fit") oder aber z.B. "Heavy in your Arms", die dann tatsächliche Eskalation dieser negativen Gefühle in einer "Tötung" (Vielleicht auch eine Metapher für eine Trennung, wer weiß: "I was a heavy heart to carry / My feet dragged across ground / And he took me to the river / Where he slowly let me drown"), eher in der Darstellung und Erläuterung des Themas oder aber in der stilistischen Untermalung: "Cause when the sun goes down / Someone's talking back / Yeah, they're talking back / At night when the stars / light up my room / I sit by myself" (Bruno Mars erneuter Versuch eine unerreichbare Liebe zu beschreiben... artet im schwersten Kitsch und Abgedroschenheit aus...)

Und, viel wichtiger, wie bringt der Sänger oder die Sängerin den Inhalt des Songes zum Ausdruck? Ist der Gesang schnell, schreiend, aggressiv - Wenn der Song von Wut und Hass z.B. handelt. - oder aber ruhig, beinahe sprechend, introvertiert bei einem traurigen Song? Ist der Sänger involviert, überzeugt von seinem Thema? Bringt er es auch emotional zur Geltung? Hat er Spaß am Gesang, ist er mit Passion bei der Sache? (z.B. von Therion hat mich nicht zuletzt Martina Astners Performance begeistert, weil der Sound der Gruppe ansprechend ist, ihr Auftritt ist atmosphärisch und zeigt für den Zuhörer deutlich Leidenschaft und Liebe zur Musik und zu ihrem/ihrer Beruf/ung.) Ist der Sänger "authentisch" - Nicht damit gemeint, ist "echt", sondern arbeitet er oder sie mit Liebe an dem von ihm oder ihr gewählten Material, wie z.B. es für mich Lissie oder Nick Cave tun, oder aber ist es für den Sänger oder die Sängerin nicht mehr von Belang worüber er oder sie singt, thematisch, was leider als Trend bei Kelly Clarkson erkennbar ist, oder aber ähneln sich die Themen immer und immer wieder wie bei Beyoncé[3] oder aber verändert sich die Darstellungsweise der Themen nicht mehr wie bei Radiohead (... Trauer, Traurigkeit, Wut - Thomas Yorke klingt immer, als würde ihm jemand mit aller Gewalt auf den Kehlkopf drücken... Das lässt leider befürchten, dass er Freude genauso ausdrückt oder Liebe oder Leidenschaft.)

Kategorie, Thema, Performance, Gesang, Lyrics, Instrumentalisierung, Melodie - all das muss eine Einheit ergeben, ein Gefühl in mir auslösen. Ich muss einen Song WAHRnehmen können; eine dieser Typisierungen muss zutreffen, selbst für einen Guilty Pleasure-Song (Katy Perrys "Part of Me" hat eine mitreißende Melodie z.B.) oder eine Live-Aufnahme oder einen Albumtrack oder eine Single. Wenn ich den Song nicht wahrnehme, mich die Stimme nicht begeistert, mich das Thema langweilt, die Lyrics nicht ernstzunehmend oder gut-durchdacht sind oder aber die Melodie verkommt zu einer reinen Aneinanderreihung von Noten - Dann höre ich dieses Lied genau einmal. Und wende mich dann wieder etwas Gutem zu. Wie diesem Song z.B.: "It doesn't hurt me / You want to feel, how it feels? / You want to know, know that it doesn't hurt me? / You want to hear about the deal I'm making / You, you and me // And if I only could / Make a deal with God / Get him to swap our places / Be running up that road / Be running up that hill / Be running up that building / If I only could, oh..."

[1] Ich halte Lana del Rey für eine sehr talentierte Sängerin, die bei diesem Auftritt bzw. sehr allgemein, einfach ein "Opfer" ihrer Nervosität und ihres Nervenkostüms ist und des weiteren eines der "Glattproduzierung" und Genremarketings: Sie hat eine sehr untrainierte, unkonditionierte Stimme, sie schwankt zwischen den Tönen, nicht mehr und nicht weniger.
[2] "Cygnet Committee" z.B. klingt wie ein Hippie-Song, man lese oder erhöre einmal die Lyrics: "Infiltrated business cesspools / Hating through our sleeves / Yeah, and we slit the Catholic throat / Stoned the poor / On slogans such as / 'Wish You Could Hear' / 'Love Is All We Need' / 'Kick Out The Jams' / 'Kick Out Your Mother' / 'Cut Up Your Friend' / 'Screw Up Your Brother or He'll Get You In the End' // And we know the flag of love is from above / And we can force you to be free / And we can force you to believe".
[3] Beyoncé ist für mich eine klare Vertreterin des Misandry-Songs, nicht zuletzt mit "If I were a Boy" oder aber "(If you like it) You should put a Ring on it".
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2012-06-28 05:32 am

#61 Music. Meme... Von mir selbst an mich gestellt...



Musik ist und bleibt ein großer Bestandteil meines Lebens. Äußerst wandelbar, variabel, zwischen Klassikern, Neuem und - ab und an - Seltsamen hin- und her schwankend; Songs, die ich mir immer wieder anhören kann (Gossip; Perfect World), Songs oder ganze Gruppen bzw. Alben, die ich nur in bestimmten Situationen, seien es Depressionen (Three Days Grace; Animal I have become), Agressionen (Weena Morloch; Kugel im Gesicht) oder Passionen (Viva Voce; Believer) anhören kann.
Songs, die mich glücklich machen ("You are my Sunshine, my only Sunshine..." *summ*), Songs, die mich traurig machen (Joy Division; The Eternal), Songs, die in mir alte Ängste, negative Erinnerungen hervorrufen (Tori Amos; Me and a Gun), Songs, die mich die Wände hoch und runter gehen, sprich, tanzen lassen (Ceasars; Jerk it out) und Songs, die ein Guilty Pleasure sind, die ich... nicht unbedingt verschweige, aber mit einem Augenzwinkern erwähne und hoffe, niemand bildet sich im Geheimen sein Urteil darüber (Katy Perry; Part of Me).
Musikrichtungen, die ich neu entdeckt habe (Indie-Rock, andere Rock-Spielarten wie Alternative Rock oder Folk-Rock, Elektronisches, am interessantesten - und seltsam für die meisten: - Punk.), Interpreten, die mir ans Herz gewachsen sind (Morrissey, Interpret und Leadsänger der Band The Smiths, Marina Lambrini Diamandis von Marina and the Diamonds, Natasha Khan alias Bat for Lashes, Lissie, Skin von Skunk Anansie, Junge von EA80 oder Andreas Löhr von den Fliehende[n] Stürme[n]), Bands, die ich nur mehr schwerlich ertrage (bzw. nur mehr die alten Platten hören kann: Coldplay, Incubus, Bush...), Songs, die ich mochte und deren Gefallen ich nur unter größtmöglichen Problemen beschreiben kann (Und zu sagen, es sei ein Guilty Pleasure reicht mit der Zeit nicht mehr...: Lady Gaga; Marry the Night, Robyn; Killing Me.).
Songs, Gruppen oder Genres, deren Faszination sich mir komplett entzieht (Red Hot Chilli Peppers; Nine Inch Nails; Death Cab for Cutie; Muse) oder Interpreten, die spannend, interessant, vielschichtig sind, auch noch 20-30 Jahre nach ihrer "offiziellen" Zeit (Patti Smith, alias the "Godmother of Punk"; Debbie Harry von Blondie).
Noch in dieser ewigen Liste seien folgende Themen erwähnt: Soundtracks, gute oder aber schlechte Cover (Eine Kategorie, die ich nicht zuletzt über Blogs dieser Art verfolge.), Lyrics, die mich verfolgen, die ich mag, die ich nicht mag, die ich fühlen kann und vieles, vieles mehr (u.a. auch Musik in Film und Serien an sich, z.B. in solchen Formaten wie "Glee").

Wozu dient dieser Vorspann? Als eine Kategorievorstellung. Und die Zusammenfassung eines Themenkomplexes, mit dem ich mich in diesem Livejournal auch öffentlich beschäftigen möchte.
Warum dieses Thema? Soll ich es singen oder reichen die Zeilen: "Music was my first Love..." (Vielleicht nicht die erste, diese bleibt nach wie vor die Welt der Buchstaben.)
Ist es wirklich ein Meme? Nein. Ich tagge niemanden, es ist kein Standard-Fragebogen bzw. etwas, woran man teilnehmen muss. Das Thema dient mir dazu, mich wieder mehr auszudrücken und zu versuchen, Bewertungen in schöne Worte zu kleiden. Schreibübungen mag man es nennen... oder aber Langeweile. Entscheidet selbst. ;)

Part 1: Was macht einen guten Song für mich aus?
Part 2: Materials - Parodie über Dance-/Club-Music.
sternenwanderer: (Default)
2012-06-06 03:14 am
Entry tags:

#50 30 Days of Books: Tag 5.

30 Days of Books

Day 1: Favorite book

Day 2: Least favorite book
Day 3: Book that makes you laugh out loud
Day 4: Book that makes you cry
Day 5: Book you wish you could live in
Day 6: Favorite young adult book
Day 7: Book that you can quote/recite
Day 8: Book that scares you
Day 9: Book that makes you sick
Day 10: Book that changed your life
Day 11: Book from your favorite author
Day 12: Book that is most like your life
Day 13: Book whose main character is most like you
Day 14: Book whose main character you want to marry
Day 15: First “chapter book” you can remember reading as a child
Day 16: Longest book you’ve read
Day 17: Shortest book you’ve read
Day 18: Book you’re most embarrassed to say you like
Day 19: Book that turned you on
Day 20: Book you’ve read the most number of times
Day 21: Favorite picture book from childhood
Day 22: Book you plan to read next
Day 23: Book you tell people you’ve read, but haven’t (or haven’t actually finished)
Day 24: Book that contains your favorite scene
Day 25: Favorite book you read in school
Day 26: Favorite nonfiction book
Day 27: Favorite fiction book
Day 28: Last book you read
Day 29: Book you’re currently reading
Day 30: Favorite coffee table book

~*~*~*~
Tag 5 - Ein Buch, in dem du leben würdest.

Alleine die Beschreibung Buchhains, eine Stadt, die nur dem Literarischen, dem geschriebenen Wort, allem Schöngeistigem und Gutem gewidmet ist bzw. eine Welt, in der Charaktere auftauchen wie Colophonius Regenschein oder die Buchlinge bzw. solche Denkwürdigkeiten formuliert werden wie "Von den Sternen kommen wir, zu den Sternen gehen wir. Das Leben ist nur eine Reise in die Fremde." oder "Bei einem Dichter klauen ist Diebstahl, bei vielen Dichtern klauen ist Recherche." - In dieser würde ich länger verweilen wollen, durch das Labyrinth unter der Stadt wandeln, versuchen dem Schattenkönig auszuweichen und mit Hilfe der Buchlinge ein Werk eines getreuen Autors auswendig lernen... vielleicht von Hick Norbyn? ;)

Zitate
"Lesen ist eine intelligente Methode, sich selber das Denken zu ersparen. [...]Schreiben ist der verzweifelte Versuch, der Einsamkeit etwas Würde abzuringen - und etwas Geld!" 

"Schreib nie einen Roman aus der Perspektive einer Türklinke!"

"'Sie gehören tatsächlich zu denjenigen Träumern, die glauben, alle Antworten stünden in Büchern, nicht wahr? Aber Bücher sind nicht grundsätzlich hilfreich und gut. Sie können sogar ausgesprochen bösartig sein. Haben Sie jemals etwas von den Gefährlichen Büchern gehört? Manche von ihnen töten schon durch die kleinste Berührung.'
Dann wurde mir schwarz vor Augen."

"'Eins noch Junge, was du dir merken musst: Es kommt nicht darauf an, wie eine Geschichte anfängt. Auch nicht darauf wie sie aufhört. Sondern auf das, was dazwischen passiert.'"
sternenwanderer: (Default)
2012-06-06 03:05 am
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#49 30 Days of Books: Tag 4.

30 Days of Books

Day 1: Favorite book
Day 2: Least favorite book
Day 3: Book that makes you laugh out loud
Day 4: Book that makes you cry
Day 5: Book you wish you could live in
Day 6: Favorite young adult book
Day 7: Book that you can quote/recite
Day 8: Book that scares you
Day 9: Book that makes you sick
Day 10: Book that changed your life
Day 11: Book from your favorite author
Day 12: Book that is most like your life
Day 13: Book whose main character is most like you
Day 14: Book whose main character you want to marry
Day 15: First “chapter book” you can remember reading as a child
Day 16: Longest book you’ve read
Day 17: Shortest book you’ve read
Day 18: Book you’re most embarrassed to say you like
Day 19: Book that turned you on
Day 20: Book you’ve read the most number of times
Day 21: Favorite picture book from childhood
Day 22: Book you plan to read next
Day 23: Book you tell people you’ve read, but haven’t (or haven’t actually finished)
Day 24: Book that contains your favorite scene
Day 25: Favorite book you read in school
Day 26: Favorite nonfiction book
Day 27: Favorite fiction book
Day 28: Last book you read
Day 29: Book you’re currently reading
Day 30: Favorite coffee table book

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Tag 4 - Ein Buch, was mich zum Weinen bringt.


Halina Poswiatowskas "Erzählung für einen Freund" berichtet berichtet von dem kurzen, von Krankheit und den damit verbundenen Problemen und Konflikten gezeichneten Leben der autobiografischen Erzählfigur auf ihrer Reise von Warschau in die USA, von ihren Sehnsüchten und Wünschen nach einem normalen Leben, dem Wunsch durch die Sprache Ausdruckswaffen ihrer Emotionen und Gedanken zu finden. Kleine Erfolge - das beginnende Studium, Bekanntschaften - werden stets überschattet von gesundheitlichen Rückschlägen und der Gewissheit der Protagonistin: sie wird kein langes, allzu intensives Leben führen (können).
Teilweise - zugegebenermaßen - pathetisch, dennoch voller stilistisch-schöner Sätze, Details, kurzer Reflektionen, die das Buch zu einem sehr intensiven Leseerlebnis machen. Ein - zudem - ausgesprochen ehrliches Buch, nicht zuletzt sind die Gefühle der Protagonistin (z.B. "[…] dauernd blieb etwas übrig, das ich nie mehr erfahren, Bücher, die ich nicht lesen würde – fette Schinken vermehren sich ebenso schnell wie Menschen - , Worte, die ich nie würde verstehen können.") für den Leser hautnah spürbar.
Die Trauer und Melancholie auf der einen, aber unbändige Lebensfreude, die Suche nach Motivationen und Zielen im Leben auf der anderen Seite sind ab und an auch für den geneigten, eher emotional-kühlen Leser zuviel.
sternenwanderer: (Default)
2012-06-02 05:01 pm
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#46 30 Days of Books: Tag 3

30 Days of Books


Day 1: Favorite book
Day 2: Least favorite book
Day 3: Book that makes you laugh out loud
Day 4: Book that makes you cry
Day 5: Book you wish you could live in
Day 6: Favorite young adult book
Day 7: Book that you can quote/recite
Day 8: Book that scares you
Day 9: Book that makes you sick
Day 10: Book that changed your life
Day 11: Book from your favorite author
Day 12: Book that is most like your life
Day 13: Book whose main character is most like you
Day 14: Book whose main character you want to marry
Day 15: First “chapter book” you can remember reading as a child
Day 16: Longest book you’ve read
Day 17: Shortest book you’ve read
Day 18: Book you’re most embarrassed to say you like
Day 19: Book that turned you on
Day 20: Book you’ve read the most number of times
Day 21: Favorite picture book from childhood
Day 22: Book you plan to read next
Day 23: Book you tell people you’ve read, but haven’t (or haven’t actually finished)
Day 24: Book that contains your favorite scene
Day 25: Favorite book you read in school
Day 26: Favorite nonfiction book
Day 27: Favorite fiction book
Day 28: Last book you read
Day 29: Book you’re currently reading
Day 30: Favorite coffee table book

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Tag 3 - Ein Buch, was mich zum Lachen bringt.

 
Ephraim Kishons "Eintagsfliegen leben länger. Satirische Geständnisse", empfohlen von Mark, bezeichnet als einer seiner Lieblingsautoren und -humoristen, wusste durch Wortwitz, Komik, Sprachspielereien und nicht zuletzt durch die Realität und Wahrheit in den Satiren über den Literaturbetrieb, das Leben als (satirischer) Autor, Aufgaben und Pflichten des Lektors und viele viele Themen mehr, mir sehr viele Lachtränen zu entlocken.

Zitate: 
"Der Weg des Schriftstellers zu seinem Buch beginnt zwar tatsächlich am Schreibtisch, doch irgendwann wird er zum Spießrutenlauf, an dem eine Menge freundlicher Vampire teilnehmen: Verleger mit ihren bebrillten Sekretärinnen, besessene Korrekturleser, überforderte Herstellungsleiter, literaturbeflissene Lektorinnen, arbeitslose Graphiker, neue Redakteure und alte Drucker, die zwei Buchhalter in der dritten Etage, die provisorisch vakante Lizenzabteilung, schläfrige Buchbinder, die Lehrlinge aus der Presseabteilung, die PR-Mafia, der Rundfunk und das Fernsehen, Buchmessen, Signierstunden und als Epilog das Protestschreiben des Malers Ronald Lloyd Bialazurkowich gegen unerlaubten Gebrauch seines Namens auf Seite 22 dieses Buches sowie die Delegation der Klassenbesten der 2b, die um ein Interview für die Grundschulzeitung bitten. [...]"

Ich gehe noch weiter und sage, daß der Band zu den lyrischen Gipfeln der Weltliteratur gehört.“ […] „Bevor ich den Band – was?“
Veröffentlichen ... den Band, Herr Blau ... 'Ich liebe dich, dich liebte ich' ... “
Wann habe ich von Veröffentlichung gesprochen?“
Aber sie sagten doch ...wunderschöne Gedichte... “
Wer kauft heutzutage noch Gedichte?“
„Leiden sie an einer unheilbaren Krankheit?“
„Warum?“
„Dann könnte ich das Buch mit einer schwarzen Trauerbinde herausbringen: 'Das letzte Werk des Dichterfürsten'. Das würde vielleicht den Verkauf ankurbeln.“ […]
„Rodolfo, Sie scheinen nicht zu begreifen, um was es hier geht. Ohne Reklame und Skandale ist Kunst heutzutage unverkäuflich.“

sternenwanderer: (Default)
2012-06-02 03:13 am
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#44 30 Days of Books: Tag 2

30 Days of Books

Day 1: Favorite book
Day 2: Least favorite book
Day 3: Book that makes you laugh out loud
Day 4: Book that makes you cry
Day 5: Book you wish you could live in
Day 6: Favorite young adult book
Day 7: Book that you can quote/recite
Day 8: Book that scares you
Day 9: Book that makes you sick
Day 10: Book that changed your life
Day 11: Book from your favorite author
Day 12: Book that is most like your life
Day 13: Book whose main character is most like you
Day 14: Book whose main character you want to marry
Day 15: First “chapter book” you can remember reading as a child
Day 16: Longest book you’ve read
Day 17: Shortest book you’ve read
Day 18: Book you’re most embarrassed to say you like
Day 19: Book that turned you on
Day 20: Book you’ve read the most number of times
Day 21: Favorite picture book from childhood
Day 22: Book you plan to read next
Day 23: Book you tell people you’ve read, but haven’t (or haven’t actually finished)
Day 24: Book that contains your favorite scene
Day 25: Favorite book you read in school
Day 26: Favorite nonfiction book
Day 27: Favorite fiction book
Day 28: Last book you read
Day 29: Book you’re currently reading
Day 30: Favorite coffee table book

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Tag 2 - "Wenig gemochtes Buch"

Eine ebenso schwierige Frage - Sie scheitert nicht nur an der Zahl, vor allem auch an den Kriterien für ein "wenig gemochtes" bzw. "abgelehntes, heftig kritisiertes Buch" (Vor allem, zählen dazu auch Texte, die so problematisch waren, dass man die Lektüre nicht beenden konnte?) - Stilistisch nicht überzeugend? Silke Scheuermanns "Die Stunde zwischen Hund und Wolf" begann (thematisch) überzeugend, scheiterte aber an den überbordend, ab und an abstrus wirkenden Metaphern und der Kluft zwischen dem poetischen Anspruch der Autorin und der Banalität und Trivialität der Figuren bzw. Handlung.

Identifikationspotential ist nicht vorhanden oder fehlende, überzeugende Charaktere? Robert Bracks "Blutsonntag" ist Milieuliteratur, spielt im Hamburg der 1930er Jahre und seine Figuren fehlt der Lebenshauch, fehlt Charisma und Beweglichkeit - reine Pappkameraden, nicht zuletzt die Protagonistin des Kriminalromanes zeichnet sich eher durch emotionale Schlichtheit und wenig Innenleben, dafür mehr durch ideologische (kommunistische) Phrasendrescherei und Naivität gegenüber der Realisierbarkeit ihrer Ideen aus.

Pathos? Kitsch? Literatur, instrumentalisiert für religiöse Gesinnungsinteressen? Stereotypisierungen? Sprachlich wenig versiert gelöste Konflikte? All das hat vor allem ein Buch: "Die sieben Menschen, die dir im Himmel begegnen" von Mitch Albom. Christliche Erbauungsliteratur, Pathos bis hin zum Kitsch, die Sprache unkritisch verwendet, kaum sprachliche Spiele; die Charaktere - "Chartboard-Characters", nicht überzeugend, Handlungs-, aber nicht Lebensträger. Moraltriefendes Manifesto. Eines der ersten Bücher, welches bei mir mit Elan, Motivation und Freude im Altpapier gelandet ist.
sternenwanderer: (Default)
2012-05-31 04:41 pm
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#43 Meme-Time: Bücher. 30 Days of Books.

Angefangen mit dieser Challenge habe ich auf Facebook, welches ich nur mehr für Musik, Geburtstagsgrüße und Alltägliches nutze. Nicht, weil ich geistige Themen meiden würde, aber ab und an erscheint es mir nicht als geeignetes Medium und: viele Gedanken und Ideen zu dem, was ich lese, entwickeln sich erst mit der Zeit und brauchen keinen Resonanzraum; ich brauche im eigentlichen keine Zuhörer. Nicht, weil ich den Kontakt und die Diskussion über Bücher und Literarisches fürchte... aber so manches Buch ist in seiner Rezeption speziell (Sprich, für mich ein solches Leseerlebnis, dass ich darüber nicht diskutieren möchte, weil ich sehr zufrieden bin mit der Welt, die ich im Kopf erschaffen habe.), was etwa 3% der Entscheidung ausmacht. Die anderen 97% bestehen aus "Flucht vor Facebook" und "Die Bücher kennt sowieso keiner!" und "Meine Leser dort interessieren sich mehr für mein alltägliches Leben, als für das, was ich lese!". 

Falls jemand Interesse hat an dieser "Challenge" teilzunehmen: Facebook-Gruppe.

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30 Days of Books

Day 1: Favorite book
Day 2: Least favorite book
Day 3: Book that makes you laugh out loud
Day 4: Book that makes you cry
Day 5: Book you wish you could live in
Day 6: Favorite young adult book
Day 7: Book that you can quote/recite
Day 8: Book that scares you
Day 9: Book that makes you sick
Day 10: Book that changed your life
Day 11: Book from your favorite author
Day 12: Book that is most like your life
Day 13: Book whose main character is most like you
Day 14: Book whose main character you want to marry
Day 15: First “chapter book” you can remember reading as a child
Day 16: Longest book you’ve read
Day 17: Shortest book you’ve read
Day 18: Book you’re most embarrassed to say you like
Day 19: Book that turned you on
Day 20: Book you’ve read the most number of times
Day 21: Favorite picture book from childhood
Day 22: Book you plan to read next
Day 23: Book you tell people you’ve read, but haven’t (or haven’t actually finished)
Day 24: Book that contains your favorite scene
Day 25: Favorite book you read in school
Day 26: Favorite nonfiction book
Day 27: Favorite fiction book
Day 28: Last book you read
Day 29: Book you’re currently reading
Day 30: Favorite coffee table book

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Tag 1 - Lieblingsbuch
Eine sehr schwierige Frage, die ich, würde ich privat gefragt werden, mit "Was... eins?" beantworten würde. Wenn es etwas Fantastisch-Spannendes sein soll: "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Záfon; wenn es etwas Märchenhaft-Zauberhaftes sein soll: "Das letzte Einhorn" von Peter S. Beagle. Wenn es etwas Nostalgisch-Natürliches sein soll: Tschingis Aitmatovs "Djamilia"; wenn es etwas Klassisches sein soll: "Der letzte Tag eines Verurteilten" von Victor Hugo.
Bzw. - noch ein letzter Titel - ein Buch, welches wohl immer einen besonderen Platz einnehmen wird, weil ich mich in vielen Zeilen wiederfinde, die Identifikation mit der Figur und der Geschichte so groß ist, wäre: "Die Glasglocke" von Sylvia Plath.